Trends im Immobilien-Crowdfunding 2018

Geplaatst op 03-12-2017 door F. Geurtsen

Participations.de hat die neuen Trends im Immobilien-Crowdfunding für 2018 untersucht. Der besprochene Crowdsourcing.org-Bericht Crowdfunding for Real Estate stellt bereits fest, dass der globale Immobilien-Crowdfunding-Markt im Jahr 2016 bereits 3,5 Milliarden Dollar betrug. Diese Zahl wird bis 2025 auf 300 Milliarden Dollar anwachsen. 

Nach Angaben von CFX Markets macht Crowdfunding bereits 2,5 Milliarden Dollar des gesamten US-Gewerbeimmobilienmarktes von 7 Billionen Dollar aus. Dies deutet auf ein großes Wachstumspotenzial in den kommenden Jahren hin. Obwohl Immobilien-Crowdfunding noch ein relativ junges Konzept ist, wird es 2018 voraussichtlich weiter wachsen. Auch in den Niederlanden.

Immobilien-Crowdfunding kann für viele Zwecke genutzt werden, so Crowdfundmarkt-Gründer Frank van der Linden. "Ein Bauträger, der eine Finanzierung für eine neue Gewerbeimmobilie sucht, kann Crowdfunding nutzen, um sie zu realisieren, und eine Privatperson kann für den Kauf eines Ferienhauses Geld über ein Crowdfunding-Darlehen aufnehmen", sagt Van der Linden.

Er fährt fort: "Aber auch eine Wohnungsbaugesellschaft, die die Crowd für die Sanierung von Mietobjekten nutzt, ist ein Beispiel für Immobilien-Crowdfunding."

Hier sind die drei Immobilien-Crowdfunding-Trends des Jahres 2018.

1. Weitere Plattformen


Schon jetzt gibt es viele Plattformen, die sich ausschließlich auf Immobilien-Crowdfunding konzentrieren, und für 2018 wird erwartet, dass die Zahl der neuen Plattformen noch zunehmen wird. Derzeit gibt es in den Niederlanden nur eine Handvoll Plattformen, die sich ausschließlich auf Immobilien konzentrieren.

Nach Ansicht des Crowdfunding-Experten Ronald Kleverlaan ist das Angebot an Immobilien-Crowdfunding-Plattformen derzeit viel zu gering. Kleverlaan stellte jedoch fest, dass die Zahl langsam und stetig wächst. "Ich erwarte, dass dies 2018 viel schneller gehen wird", sagte der Experte.

Van der Linden von Crowdfundmarkt stellte fest, dass die Zahl der Crowdfunding-Plattformen, die ein oder mehrere Projekte im Immobiliensektor veröffentlicht haben, von 16 im Jahr 2016 auf 20 im Jahr 2017 gestiegen ist. "Immer mehr Plattformen bieten Immobilienprojekte an, auch solche, die nicht auf Immobilien spezialisiert sind", berichtet Van der Linden.

2. Mehr Geld für Immobilien

Da die Zahl der Plattformen zunimmt, dürfte auch das Geld, das über Crowdfunding in Immobilien fließt, steigen. Im Zuge dessen werden auch die Projekte selbst an Umfang zunehmen. In der ersten Hälfte dieses Jahres wurde laut Crowdfundmarkt, gemessen am Fundingvolumen, am meisten in Immobilien investiert (18%). Im gesamten Jahr 2016 waren es nur 7 % und im Jahr 2015 nur 4,1 %.

3. Mehr Experimente mit Blockchain

Sowohl Kleverlaan als auch Van der Linden gehen davon aus, dass Plattformen mehr mit Blockchain experimentieren werden. Beide Experten verweisen auf ein Pilotprojekt, das kürzlich von dem Immobilienverwalter Annexum und dem Fintech-Startup Bloqhouse gestartet wurde, um die Blockchain-Technologie zu nutzen, um Immobilieninvestitionen für Privatpersonen zugänglich zu machen.

Damit sollte es möglich sein, bereits ab 100 Euro in Immobilien zu investieren. Die Blockchain-Technologie des FinTech-Unternehmens soll die Sekundärvermarktung des Immobilienbesitzes von Privatpersonen erleichtern, was derzeit als umständlicher und teurer Prozess gilt.

Aus einer Kolumne von Participaties.nl.